Meine Arbeit als Researcher
Schwerpunkte
Im Laufe der Jahre haben sich für mich die Schwerpunkte Forschung zu historischen Texten und Forensische Linguistik herauskristallisiert. Beiden liegt die Begeisterung für die Arbeit mit (originalen) Texten zugrunde.
Wissenschaftlicher Zugang
Eine Leitlinie, die in allen meinen Wirkungsbereichen für mich grundlegend ist, ist das kritische Hinterfragen - auch bei Fragestellungen, die laut dem aktuellen und offiziellen Wissensstand als allgemeingültig angesehen werden. Diese Vorgangsweise ermöglicht mir einen wert- und ideologiefreien Zugang zu den verschiedenen Fragestellungen.
Die Hauptsache ist, daß man eine Seele habe, die das Wahre liebt, und die es aufnimmt, wo sie es findet.
Johann Peter Eckermann (1828)
Forschung zu historischen Texten
Die Arbeit mit historischen Texten ermöglicht es Wissen in originalen
Texten wiederzufinden.
Laufende Projekte
- Inhaltsverzeichnis Zentralblatt für Okkultismus (1907-1933)
- Inhaltsverzeichnis Zeitschrift für Spiritismus und verwandte Gebiete (1897-1914)
- Überblick zu deutschsprachigen Zeitschriften zu den Themen Spiritismus und Okkultismus im 19. Jahrhundert
- Verortung der Osttiroler Ortsnamen im Görzer Urbar (1299)
- Ortsnamen im Atlas Tyrolensis (1774)
Gutachten - Forensische Linguistik
Für Gutachten werden anonyme Texte bzw. Texte, deren angegebene
Autorschaft angezweifelt wird, analysiert. Es geht meistens
- um den Vergleich von anonymen Schreiben mit Texten, deren Autorschaft bekannt ist,
- um die Analyse anonymer Schreiben mit dem Ziel, Hinweise zur Autorschaft zu geben,
- und um Texte, deren Autorschaft angezweifelt wird.
Eine seriöse Analyse liefert keine 100%igen Aussagen, dennoch können - vor allem in Verbindung mit anderen Untersuchungen - wichtige Indizien für die Klärung der Fragestellung geliefert werden. Die Analysen inkriminierter Texte und die darauf aufbauenden Gutachten werden hauptsächlich für Gerichtsverfahren erstellt. Privatgutachten können bei Bedarf auch verfasst werden.
Gutachterliche Stellungnahmen - Forensische Linguistik
Da die Möglichkeiten und Grenzen der linguistischen Analyse von Texten
(und der forensischen Linguistik im Allgemeinen) nicht immer allen
Beteiligten klar sind, kann eine gutachterliche Stellungnahme nützlich
sein.
Sollten ausreichend Hinweise vorliegen, dient die gutachterliche Stellungnahme dazu, die Aufnahme bzw. die Fortsetzung eines Verfahrens zu unterstützen.
In der Stellungnahme kann also durchaus festgehalten werden, dass eine gewünschte Analyse nicht die erwarteten Ergebnisse liefern wird, aber auch dass ein anderer Aspekt, der noch nicht wirklich beachtet wurde, neue Möglichkeiten in der Bearbeitung des Sachverhaltes eröffnet.